Münster Strasbourg

Münster in Strasbourg (Strasbourger Münster) Elsass Frankreich

An Strassburgs zentralem Platz, dem Place Kleber, beginnt mit der Rue Merciére die Fußgängerzone um das Münster.

Das von Souvenirboutiquen gesäumte Fachwerksträßchen gehört wegen des unvergleichlichen Blicks auf das Westwerk des Strassburger Münsters ins Pflichtprogramm jeder Straßburg-Besichtigung.

Besonders abends, wenn der wie ein steinerner Schleier vor die Schaufassade gehängte hochgotische Bauschmuck des Münsters von Strassburg bis in die letzte Fuge ausgeleuchtet ist, kann man sich der erhabenen Wirkung nicht entziehen.

Der rote Buntsandstein nimmt ein goldenes Leuchten an. Über den drei mit Standbildern, Giebeln und Baldachinen verzierten Münster-Portalen strahlt die große Fensterrosette. Links stürmt der Nordturm in den Himmel. Sein Pendant auf der Südseite des Strassburger Münsters bietet als Aussichtplattform den schönsten Überblick auf die mit Biberschwanzpfannen gedeckten Dächer der Altstadt von Strassburg, der Kapitale des Unter-Elsass (Bas-Rhin).

Beim Aufstieg im Strassburger Münster erinnert eine Gedenktafel auf halber Höhe an jenen bedauernswerten Turmbläser, den an selbiger Stelle 1701 der Schlag traf. Oben muss man feststellen, dass die Bezwingung des Münsters seit Generationen eine touristische Routineübung ist.

Bis um 1900 ritzten Steinmetze auf der 66 m hohen Aussichtsterrasse des Strassburger Münsters gegen Entgelt die Namen von Besuchern in den Sandstein. Das Who's who der besseren Gesellschaft nennt polnische Grafen, napoleonische Generäle, Hamburger Kaufmannsgattinnen und Tübinger Professoren.
Das 1176 als gotischer Bau auf den Fundamenten einer Vorgängerkirche begonnene Münster erreicht mit dem 1439 durch einen Kölner Baumeister vollendeten Nordturm stolze 142 m. Bis ins 19. Jh. hielt das Münster den Rekord als höchster Bau der Christenheit.

Vom Logenplatz der Aussichtsterrasse des Strassburger Münsters wirkt das Treiben von Andenkenverkäufern, peruanischen Folkloregruppen und Hals reckenden Besuchern auf der Place de la Cathédrale wie ein chaotisches Ballett. Man schaut über den Platz hinaus auf verwinkelte Gassen, überlaufene Plätze, stille Kirchhöfe, In der Ferne zeichnen sich westwärts die Vogesen flaschengrün ab, während im Osten der Schwarzwald als nachtblaue Masse auszumachen ist; in der Mitte schimmert der Rhein. Bei diesem Blick sind die 329 Stufen, die es bis oben zu erklimmen gilt, schnell vergessen.

lm Innern des berühmten Elsässer Gotteshauses gibt es ebensoviel zu sehen. Die romanische Krypta verrät, dass der gotische Bau einen noch älteren Vorläufer kannte.

Einmalig sind die Glasfenster des Strasbourger Münsters aus dem 13.-14.Jh., die mit der gewaltigen Westrosette das Langhaus in bunte Farben tauchen. Sie zeigen u.a. die Galerie der deutschen Kaiser und Könige. Am Pfeiler des Jüngsten Gerichts im südlichen Querschiff drängeln sich zwölf gertenschlanke Figuren, deren gotische Formen auf Vorbilder aus Chartres verweisen.

Die astrologische Uhr des Strassburger Münsters hinter dem Pfeiler stammt aus dem 16.Jh.: Zu dem viel bewunderten Stück drängeln kurz nach Mittag die Massen, um den Punkt 12.30 Uhr in Bewegung gesetzten Mechanismus zu bestaunen. Das 18 m hohe Wunderwerk des Münsters von Strasbourg führt ein komplettes Welttheater auf, bei dem die vier Lebensalter vor einem Skelett defilieren, die zwölf Apostel sich von Jesus segnen lassen, der Hahn mit den Flügeln schlägt und kräht. Leider ist das Ganze nur im Winter gut zu verfolgen, da der Andrang während der Reisesaison sehr groß ist.

Das monumentale und doch fragile Münster ist eine ständige Baustelle. Nach der Rheinbegradigung im 19.Jh. drohte die Kathedrale wegen des dadurch veränderten Grundwasserspiegels abzusacken. Später hat man massiv Beton in den instabilen Untergrund gespritzt. Bei der jährlichen „Messkampagne“ werden u. a. die Pfeilerabstände peinlich genau überprüft, um eventuelle Veränderungen festzuhalten.

Durch das südliche Nebenportal geht es hinaus auf die Place de la Cathédrale, hier dreht sich der Elsass-Reisende noch mal um und wirft einen Blick zurück auf das ehrwürdige und beeindruckende Strasbourger Münster.

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